Keine Daheimnisse in Schulen

Im Schulkontext werden Lokalprojekte mit einer bis maximal drei Klassen eines Schulhauses durchgeführt. Die Schulklassen erarbeiten nach dem Einführungsworkshop verschiedene Aktivitäten und multiplizieren die Resultate im Schulhaus und in ihrem Umfeld. Dadurch kann schon mit einer Klassen das ganze Schulhaus erreicht werden.

Einführungs-Workshop

Als Start ins Projekt gestaltet NCBI Schweiz in Absprache mit der lokalen Projektleitung einen halbtägigen Workshop mit der Gruppe zum Thema körperliche und andere übergriffige Strafen. Es werden Fragen aufgegriffen wie:

  • Was sind Strafen und was denken wir darüber?
  • Welche Erfahrungen haben wir mit Körperstrafen gemacht?
  • Welche Gesetze gibt es dazu? Was ist verboten?
  • Welche Hilfe gibt es, wenn jemand betroffen ist?
  • Was können die Kolleg:innen tun?
  • Wie können wir unsere Stimme gegen körperliche und andere übergriffige Strafen erheben?

Aktivitäten

 

Die Interviews

Die ganze oder ein Teil der Gruppe wird Interviews führen mit Grosseltern, Eltern, Gleichaltrigen und Fachpersonen. Sie arbeiten dabei mit einem Leitfaden, d.h. einer Liste von möglichen Fragen, welche sie den Personen stellen. Diese Liste kann durch eigene Fragen ergänzt werden. Die Interviews können aufgenommen oder gefilmt werden. Je nach Medium werden Sequenzen daraus weiterverarbeitet und an einer Abschlussveranstaltung verwendet.

 

Die lokalen Flyer und Give-Aways

Im Rahmen von „Keine Daheimnisse!“ werden Flyer mit Hintergrundinformationen zu Körperstrafen entworfen. Teile des Flyers sind einheitlich und durch NCBI Schweiz vorgegeben. Während des lokalen Projekts kreieren die Kinder und Jugendlichen einen Slogan und ein Bild, mit welchen die vordesignten Flyer ergänzt werden. So entstehen teilweise selbstgestaltete Flyer. Diese dienen einerseits der Information über Körperstrafen, können andererseits, wenn dies gewünscht ist, auch als Werbemittel für den lokalen Anlass verwendet werden. Die Gestaltung und der Druck der Flyer werden durch NCBI Schweiz organisiert.

 

Zudem werden für jedes lokale Projekt Werbeträger mit dem lokalen Slogan bedruckt, welche verteilt werden können. Mit den Werbeträgern können weitere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene erreicht werden.

 

Die Gruppe einigt sich auf einen Slogan, der gedruckt werden soll. Zusätzlich kann das Medium gewählt werden, d.h. der Slogan (allenfalls mit Logo) kann auf Stressbälle, Armbänder, Bleistifte oder andere geeignete Gegenstände gedruckt werden. Für die Organisation und die Bestellung der Objekte ist NCBI Schweiz zuständig.

Die Expert*innen-Gruppe (nach Bedarf)

Im Rahmen der Projektaktivitäten wird eine Gruppe von Kindern/Jugendlichen gebildet, bei welchen während des Workshops deutlich wurde, dass das Thema für sie von Bedeutung ist. Das Team von NCBI arbeitet zusammen mit der Schulsozialarbeit prozessorientiert weiter mit dieser Gruppe, währendem die anderen Gruppen an den Aktivitäten arbeiten. So kann sichergestellt werden, dass jedes Kind/jede:r Jugendliche:r die Begleitung erhält, welche er/sie benötigt. Im Laufe des Prozesses wird deutlich, ob diese Gruppe einen Teil zur Multiplikationsveranstaltung beitragen wird oder nicht.

Multiplikation

Damit auch andere Kinder, Jugendliche, Erwachsene (inklusive Eltern) einbezogen werden, wird ein lokaler Anlass organisiert. Bei der Organisation und Durchführung dieses Anlasses sind die Kinder und Jugendliche massgeblich beteiligt. Der Anlass wird bei jedem lokalen Projekt anders aussehen, da er in Grösse und Art von der Gruppe abhängt. Wichtig ist, dass über Körperstrafen und Hilfe für Betroffene informiert und aufgezeigt wird, was gemacht wurde.

Kosten

Die Durchführung des Projekts mit einer Klasse kann dank Subventionen für 300.- angeboten werden. Jede weitere Klasse im gleichen Schulhaus kann für 100.- parallel am Projekt teilnehmen.

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