Körperstrafen – Was wird unter Körperstrafen verstanden?

Körperstrafen sind eine Bestrafungsvariante, die von Eltern und anderen Erziehungsberechtige in der Erziehung der Kinder angewendet wird. In der Studie von Schöbi und Perrez stellen sie nebst Verboten und Liebesentzug eine von drei Kategorien dar.

Das Komitee für Kinderrechte der Vereinigten Nationen (UNO) definiert ‘körperliche’ oder ‘physische‘ Bestrafungen als jegliche Bestrafung, bei welcher physische Kraft angewendet wird mit der Absicht Schmerz oder Unbehagen zu verursachen, wenn auch nur in geringem Ausmass. Häufig äussert sich das im Schlagen von Kindern mit der Hand oder Gegenständen wie Gürtel, Schuhe, Kochlöffel, etc. Ebenso wird es als Körperstrafe bezeichnet, wenn das Kind getreten, geschüttelt, gekniffen, verbrennt oder verbrüht oder dazu gezwungen wird, etwas zu schlucken (zum Beispiel den Mund des Kindes mit Seife auswaschen oder es zu zwingen, scharfe Nahrungsmittel zu schlucken). Aus der Sicht des Komitees sind körperliche Bestrafungen grundsätzlich entwürdigend. Darüber hinaus gibt es auch andere nicht-körperliche Bestrafungen, welche ebenfalls als brutal und entwürdigend und deshalb als inkompatibel mit der UNO-Kinderrechtskonvention eingestuft werden müssen. Diese umfassen beispielsweise Bestrafungen und Handlungen, welche das Kind, herabsetzen, demütigen, schlecht machen, als Sündenbock hinstellen, bedrohen, verängstigen oder lächerlich machen.

Committee on the Rights of the Child, General Comment No. 8 (2006)

Sobald jedoch darüber diskutiert wird, was in Ordnung ist und was nicht, gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten und verschiedene Gesetze in den einzelnen Ländern. Es wäre jedoch falsch, das Thema deshalb zu verharmlosen oder zu umgehen. Denn wie Schöbi und Perrez (2004) sagen, kann die unkontrollierte Praxis der Körperstrafe als Vorläufer der körperlichen Kindsmisshandlung gesehen werden.

Körperstrafen können allgemein als Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit einer Person, in diesem Fall eines Kindes oder Jugendlichen, gesehen werden, welche mit dem Ziel erfolgen, dem Kind weh zu tun, damit dieses ein bestimmtes Verhalten nicht mehr zeigt.

Kanton Zürich

Ihre Ansprechperson

Max Muster, Lehrer an der Musterschule

Telefon: +41 00 000 00 00 E-Mail: max.muster@muster.ch

 

Bericht lesen >

Flyer ansehen >

Rückmeldung der Lehrperson

Das Projekt „Keine Daheimnisse“ wurde von meinen Schüler/innen sehr gut aufgenommen und das Themenfeld bot viel Stoff für interessante Diskussionen. Ich denke durch dieses Projekt wurden die Schüler/innen im Bezug auf die Thematik sensibilisiert und wissen, wo sie sich Hilfe holen oder wie sie Hilfestellung leisten können. Für jene die es interessiert ein absolut gelungenes Projekt, welches eine individuelle Herangehensweise zulässt und mit den Give Aways einen besonderen Anreiz erhält.